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Buchtipp


Dominic O´Brien
Der einfache Weg zum besseren Gedächtnis
 
Namen merken
Clemens Mayervon Clemens Mayer
Gedächtnisweltmeister 2005
amtierender Gedächtnisweltmeister 2006

Fällt es Ihnen schwer, sich Gesichter und die zugehörigen Namen zu merken? - Früher dachte ich, daß es normal ist, daß man sich nicht von jedem Menschen, dem man begegnet, den Namen sicher merken kann. Kennen Sie das auch?

Heute verwende dafür Techniken, die es mir ermöglichen, in 15 Minuten ca. 90-100 Bilder von Personen mit deren Vor- und Nachnamen einzuprägen.

Möchten Sie das auch lernen?

Ausgangspunkt dieser Technik sind die Mnemotechniken.

Die Technik im Detail:

Die Idee ist, die Namen möglichst schnell in eine bildhafte Vorstellung umzusetzen. Dieses Bild wird dann mit einem Auslöser an der Person verknüpft.

Dieser Auslöser sollte etwas sein, dass Ihnen sofort auf- oder einfällt, wenn Sie diese Person sehen. Beim Einprägen gehe ich folgendermaßen vor:

  1. einen Auslöser an der Person finden (Frisur, Brille, Schmuck, Merkmal)
  2. sich ein Bild zum Namen vorstellen (etwas Konkretes, was mir zu dem Namen einfällt)
  3. Auslöser mit dem Namensbild verbinden
  4. den Namen deutlich aussprechen (damit er sich richtig einprägt)

Dazu ein Beispiel:

Frau Rabe mit einer großen Halskette. Der Auslöser an der Person ist die Halskette. Sie können sich nun z.B. vorstellen, daß ein Rabe kommt und sich die Perlen von der Halskette pickt.

Beim Einprägen von Vornamen hilft es, wenn Sie sich für die gebräuchlichsten Namen ebenfalls Bilder vorstellen, z.B. Gabi mit der Gabel, Frank im Schrank, Dieter im Mieder, Andreas mit einer Ananas.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn sich das neue Gesicht mit einem bekannten Gesicht gleichen Namens in Verbindung bringen lässt.

Tipp:

Denken unkonventionell wie ein Kind, lassen sie Ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf.

Namen und Gesichter auf Meisterschaften

Bei den Meisterschaften bekommen Sie bei dieser Disziplin Bögen mit jeweils 20 farbigen Portraitfotos, beschriftet mit Vor- und Zunamen.

Sie haben 15 Minuten Zeit, sich möglichst viele Vor- bzw. Nachnamen einzuprägen. Bei der Wiedergabe erhalten Sie wiederum Bögen mit den gleichen Gesichtern, allerdings bunt durchgemischt.

Nun geht es darum, sich an möglichst viele Vor- bzw. Zunamen zu erinnern. Dabei gibt jeder korrekte Vor- oder Nachname einen Punkt. Der deutsche Rekord, der gleichzeitig Weltrekord ist, wurde bei der Weltmeisterschaft 2006 von mir mit 181 Punkten aufgestellt.

Abschließender Tipp:

Versuchen Sie nicht, sich alle Gesichter einzuprägen, sondern entscheiden Sie sich beim ersten Durchsehen für die Namen und Gesichter, die Ihnen spontan gefallen, zu denen Ihnen spontan gute Ideen (Verknüpfungen) einfallen.

Viel Erfolg beim Training wünscht

Ihr Clemens Mayer!

 
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